Kegeltour

Cala ratjada 2005

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KC MIB goes Cala Ratjada 2005
oder: Stelzen und sich verlaufen for Dummies
 
 
Am 25. August war es endlich so weit, die Kegeltour 2005 startete um 04.00 Uhr morgens vor der Türe unserer Hausbahn bei Milenko.Den Kegelbrüdern war durch Präses und Vize nur mitgeteilt worden, was definitiv einzupacken ist (= klamottenmäßig hätten wir von Wüstendurchquerung bis Grönlandexpedition alles machen können) und dass die Koffer schon einen Tag vor der Abreise um ca. 18.00 abgeholt werden. Einige der MIB’ler waren sich trotzdem schon ziemlich sicher dass die Tour nach Ratata führt (da hatte wohl jemand die Reisegewohnheiten des Präses studiert), aber hundertprozentig konnte es niemand sagen.Wenigstens wussten alle, dass gleich Mietwagenunternehmen Germes vorfahren sollte – es blieb aber noch ausreichend Zeit für ein paar leckere Bierchen (die Kiste war nach wenigen Minuten leer) und schmackhafte Brötchen, die von unserem Gasttourfahrer Torben organisiert wurden, welches ihm schon mal spontan die ersten Sympathiepunkte einbrachte. Als Ziel des Spaßmobils wurde schnell der Flughafen Düsseldorf ausgemacht.Am Flughafen erregten wir natürlich etwas Aufmerksamkeit, als wir im schwarzen Anzug, weißem Kegelpolo, schwarzer Krawatte und Sonnenbrille auftauchten. Nicht zuletzt auch dadurch, dass von uns an der „btob Bar“ in der Eingangshalle die 2. Runde des Bierfrühstücks eingeläutet und die 1. Halbzeit im Mini-Wartehallenfussball angepfiffen wurde. Damit verging die Zeit bis zum Flug wie im Flug.„Endlich rückt der Präses die Boardingkarten raus“ schoss es wohl allen KC Brüdern durch den Kopf“. Damit war bekannt, dass es zumindest schon mal nach Malle geht.Dennoch blieben ja immer noch diverse Ziele zur Auswahl: Ratata oder vielleicht doch Ballermann? Torben erging es da schon besser, da er das Ziel ja schon kannte: Eingesprungen für Kegelbruder Mike Brendel wollte er ja nicht die Katze im Sack kaufen, und wurde deshalb schon vorab eingeweiht.In der Schlange zum Flieger in die Ferne kamen dann plötzlich schnell heimische Gefühle auf: Ein Kluser Kegelclub stieg in die gleiche Maschine wie wir, dicht gefolgt von der „Eyller GmbH“. „Na herrlich, hoffentlich fahren die zum Ballermann, damit die uns auf Ratata nicht über den Weg laufen. Da verlässt man einmal den Kirchturm von Walbeck und dann so was. Einige der KC MIB’ler sahen sogleich ihre Mission auf Mallorca gefährdet: Stelzen, was die Insel hergibt. Allgemein gilt der Kodex: Alles bleibt auf der Insel; soll heißen das alles, was eventuell passiert oder nicht passiert, wird nur unter den Club-Mitreisenden weitergegeben. Und wenn jemand zu Hause fragt wie es war, sagt man einfach nur: „Scheiß Hotel, nur dicke Weiber, alkoholfreies Bier und schlechtes Wetter. Doch zurück zur Tour. Im Endeffekt hatten wir Glück und die anderen Niederrheiner fuhren tatsächlich zum Ballermann, so dass wir getrost Ratata im eigens angemieteten Taxibus vom Kölner Club ansteuern konnten. ,Im Bus wurde dann durch den Präses für jeden ein Insel- Survivalpack verteilt. Inhalt: Ein Tour Polo-Shirt, eine Quicksnap, die offizielle MIB Tour-Member-Card samt Halsband und ein paar Süßigkeiten. Darüber hinaus hat es sich der Präses nicht nehmen lassen im Handgepäck für jeden noch 2 gekühlte Dosen Bier aufzubewahren, die die einstündige Fahrzeit und die noch anstehende Zimmerauslosung überbrücken sollten. Das amtliche Nominierungsendergebnis lautete jedenfalls:
 
Container1: Molto, Emil, Marcel und Maggi
Container2: Ratte, Lemgo, Jojo und Mattes
Container3: Torben, Tele und Litze
 
Nach einem kurzen Schreck über unsere angebliche Unterkunft (ein Touristenhochhausbunker mit geschätzten 0,5 Sternen), lotste der Präses uns dann ganz entspannt zum Hotel Parque Nereida: Eine schicke 3 Sterne Anlage mit Appartements (inkl. Küche und Kühlschrank) und Pools in den Innenhöfen. Eigentlich prima für Familien auf der Suche nach Erholung – darauf machte uns der Hotelchef dankenswerterweise auch bereits 3 Min. nach unserer Ankunft (vorsorglich) aufmerksam.Jedes unserer Zimmer, deren Balkone übrigens genau nebeneinander lagen, wurde sogleich mit einem Notvorrat an Antialkoholischem aus dem hoteleigenen Supermarkt bestückt, denn Bier und andere alkoholische Getränke sollte es noch genug geben. „Jetzt aber schnell fertig machen für den Strand und ab geht die Fahrt“, dachte man sich. Es war schließlich bereits 10.45 Uhr.Mit auf der Promenade eingekauften, leckeren 102 Dosen San Miguel, gekühlt von 423 wohltemperierten Eiswürfeln, sicher verstaut in Kühlbox und Kühleimer, ging es dann an den Strand.Unser (verbotenerweise) mitgebrachter Ghettoblaster kündigte unsere Ankunft am Strand standesgemäß mit unserem MIB Song an und schon wussten alle: Fahrkarten lösen und zusteigen, der MIB-Express läuft ein. Ob nun alle direkt begeistert waren kann man nicht sagen, aber nachdem die Paul Panzer CD lief, stieg die Stimmung merklich.Die Hälse wurden gereckt und die Ohren aufgerissen, nur um etwas vom Panzer mitzubekommen. Aber wir wollten ja nicht sofort unser ganzes Pulver verschießen oder gar Heerscharen von Fans um uns haben. Also haben wir nur 2 Stücke gespielt und weiter ging es mit Musik. Wie so ein Tag halt am Strand dahinplätschert - mit Bier, Musik, Oben ohne Girls, netten Bikinischnitten, beim Beachball nach 5 Minuten den Ball verlieren, noch mehr Bier, Musik, beim Schwimmen nach 10 Minuten den Ehering verlieren (und anschließend der Frau zu Hause zu beichten), mitzuhelfen im Mittelmeer die Wassertemperatur zu erhöhen oder dort auch einfach nur abkühlen und plantschen - um 17.00 Uhr ging es dann back to the Hotel.Am Abend stand dann auf unserem Programm ein Besuch des „Cocos  Pool“ – einer trendigen Outdoor Cocktailbar mit eigenem Pool.Unsere freundliche Art und natürlich auch unsere Konsumfreudigkeit führten schnell zu einer kumpelhaftigen Beziehung zum Obercocktailshaker Markus, seines Zeichens Österreicher, und von uns liebevoll „Herr Geheimrat“ genannt. Er war für die nächsten Tage unsere Vertrauensperson im Pool. Man konnte sich drauf verlassen dass unsere Stammecke im Pool für uns frei war, und dass der Getränkenachschub nicht abreißen sollte (außer das Corona war wieder mal alle).Um 0.00 Uhr hatte dann KC Bruder Maggi Geburtstag und ihm wurde auf der großen Leinwand durch einen eingeblendeten Text von seinen Kegelbrüdern zum stolzen Geburtstag gratuliert.28 Jahre ist er alt geworden, doch die Zahl an der Leinwand war natürlich etwas nach oben korrigiert worden. Trotzdem ließ er sich nicht lumpen und orderte die eine um die andere Geburtstagsrunde. Wer kann schon von sich behaupten seinen Geburtstag auf Malle gefeiert zu haben?!Es wurde weiter gefeiert, einige gingen noch stelzen, ähm steppen, andere suchten das Hotel auf. Molto hat es sich dann nicht nehmen lassen um 04.00 Uhr als letzter ins Bett zu krabbeln. La Dolce Vita – Das süße Leben;  uns geht es gut.
 
Der nächste Morgen wurde dann erst einmal mit einem zünftigen Frühstück eingeläutet. Rötte und Tele holten lecker Käffchen, Brötchen, Aufschnitt, Eier, Nutella und was man sonst so braucht. Unser Hotel-Supermercado hatte genug im Angebot und wir genossen die schon recht warmen Sonnenstrahlen auf dem Balkon. Ab 10.00 Uhr war es wieder Zeit für ein Tässchen Hefe. Wie es sich für ne KC Tour gehört kann man gar nicht früh genug damit anfangen, den Pegel des Vortages wiederherzustellen.Gegen 14.58 Uhr lag man wieder am Strand. 8 Leute hatten eingekauft: 13 Baguette und vorerst 66 kühle San Miguel waren das Ergebnis.Emil Stienen machte seinem Namen wieder alle Ehre und reaktivierte den rheinischen Karneval am Strand von Cala Ratjada: Als Marienkäfer, „Helau!“ schreiend und Kamelle werdend, zog er kurzerhand die gesamte Aufmerksamkeit der Strandbevölkerung auf sich. Wir erinnern uns: Als Monster am Ballermann aufgetaucht (bei der ersten Malletour 2001) und jetzt hausfrauentauglich als Marienkäfer eingeflogen: Der Mann ist Programm.
 
15.30 Uhr musste erst mal neues Bier her. Tele und Maggi holten noch einmal 30 Tassen Nachschub. Zwischendurch und sowieso hielten einige Kollegen stets ihre Fühler in den Wind: So haben wir z.B. Sandra aus Bremen kennen gelernt. Sie hat gut mit uns geschraubt, lag bei Ihren Freundinnen auch oben ohne (warum eigentlich nicht bei uns?) und war echt sehr nett. Alles in allem eigentlich eine Frau wie sie sich jeder Mann wünscht.Nach dem Strand und allgemeinem Frischmachen ging es dann erst einmal zu „Mamma’s Pizza“, die ihrem Namen alle Ehre machte. Ein Rad einer Kutsche erschien einem klein dagegen, unglaublich dass es für solche Pizzen überhaupt Teller gibt. Gestärkt ging es wieder zu unserer Vertrauensperson am Pool, dem Geheimrat Markus.Schnell wurde an seiner Theke die Stammtischfrage geklärt, war ja auch teuer erkauft das gute Stück.Die Riesenpizza von Mamma, natürlich scharf bestellt, wurde dann scheinbar Maggi zum Verhängnis. Arge Magenprobleme und Schweißausbrüche waren die Folge von seiner Tugend, einfach keinen Rest auf einem Teller zu lassen. Irgendwann gab er den Kampf mit sich selbst auf und wurde durch seinen KC-Bruder Marcel ins Appartement geleitet. Danke dafür. Marcel hat sich in alter Wandersmann-Manier auf dem Weg ins Hotel auch noch den Fuß an einem Bordstein verstaucht. Was war los? Lastete ein böser Fluch auf uns? Wenn ja, dann war er spätestens verflogen als Maggi die gut zerkauten Reste der Pizza dann im Mallorcinischen Abwassersystem versteckte. Hiernach ging es ihm dann auch schon wieder besser und man freute sich auf den nächsten Tag. Dieser begann jedoch recht komisch bzw. besorgniserregend: Wo war Molto?Als Postbote kennt er jede Straße in seinen Bezirken, aber wie steht es mit Malloze? Er war nicht da. Was hilft am besten beim überlegen? Frühstück. Gegen 10.45 Uhr hatte die Sorge dann endlich ein Ende. Der gute Jung kam nach Hause und hat uns auch nichts vom Pferd erzählt sondern mit der Wahrheit geschockt. Er hat schlichtweg das Hotel nicht gefunden und irrte seit ca. 04.00 Uhr durch die Straßen Ratatas. So kann es gehen.Molto entschied sich dann doch dafür ne Runde zu pennen, während die anderen, natürlich wieder mit Baguetten und Bier gerüstet, sich aufmachten um ihrer Aufgaben am Strand gerecht zu werden. Es dauerte nicht lange und alle Strandbewohner wollten wieder Panzer hören. Da sagten wir doch nicht nein. Ein schöner Tag am Strand, doch es war Samstag, was steht da auf dem Programm? Richtig: Bundesliga. In einer gastronomischen Einheit nähe dem Strand wurde auch schnell ein Tisch gefunden, an dem es sich aushalten ließ. Dreisterweise war dieser reserviert. Rein zufällig war er durch uns reserviert, denn die anderen 10 Herren, die ursprünglich vorgesehen waren, kamen nicht, und so ging unsere Farce mit dem Besitzer locker auf. Ach ja, der Besitzer des Lokals. Er schaut Torben an und der schaut verdutzt zurück. Man kennt sich. Zusammen in der Berufsschule die Schulbank gedrückt. Die Welt ist ein Dorf.Bei der Premiere-Bundesliga-Konferenz ließ man es sich gut gehen, von vielen Cervezas und ´nem Häppchen begleitet, verging die Zeit wie im Flug.
 
Nach den Spielen, manche waren glücklich aufgrund der Ergebnisse, manche nicht, ging es wieder zum Strand. Dort erfuhr man dann zum 2. Mal an diesem Tage, dass die Welt ein Dorf ist: Man legt sich gepflegt auf seinen Stamm-Quadrat-Kilometer-Strand-Platz und die heißen Girls hinter einem entpuppen sich als Moers-Bewohner. Hinzu kamen der junge Mann aus Krefeld und das nette ältere Ehepaar aus Rheinberg, welches sich natürlich auch mit uns für die Nachwelt ablichten ließ. Der Strand gehörte also fest dem Niederrhein.Die Wege trennten sich, einige blieben noch am Strand (ob es an den beiden hübschen Damen aus Moers lag?) und die anderen fanden sich im Hotel ein um die letzte Nacht der Tour einzuläuten. Am Pool direkt vor den Zimmerfenstern wurde erst noch mal der neu geweckte Fussballhunger gestillt, indem man versuchte den Ball volley quer durch die Anlage zu flatzen, um danach sanft in den Wogen des Pools einzutauchen. Ja, man(n) ist und bleibt Kind. Zur abendlichen Tour hat man sich dann noch 2 Damen eingeladen, die ein paar Zimmer weiter ebenfalls auf Stelztour waren. Zusammen mit uns stärkten sie sich bei typisch mallorcinischem Essen, z. B. Schnitzel oder Pizza, um dann gemeinsam dem Geheimrat Markus die Ehre zu erweisen.
 
Vorher wurde noch die Cocktailbar Chocolate aufgesucht, wo man auch wieder die wirklich nette Sandra wieder traf. Auch sie und ihre Freundinnen waren beim letzten Abend angelangt und Sandra bestätigte noch einmal wie sympathisch wir doch sind. Und ganz wichtig, wie ordentlich sich ein Kegelclub doch benehmen kann, trotz saufen, rauchen und stelzen auf Teufel komm raus.Im Cocos Pool wurde noch einmal ausgiebig gefeiert, leider jedoch schon mit dem Gedanken diesen schönen Fleck der Erde leider schon bald wieder verlassen zu müssen. Trotzdem oder gerade deswegen zogen es Molto, Mattes und Maggi (der ja die Nacht vorher früh zu Hause war) vor, die Nacht durchzumachen und das bei Markus und seinen Spirituosen.Als die Zeit reif war den Weg ins Hotel aufzusuchen, schließlich kam um 06.00 Uhr ja unser Haustaxi um uns zum Flughafen zu fahren, beschlossen die 3 noch einen Abstecher ins einheimisch rustikale Burgerking-Restaurant zu machen und Cocos Pool die letzten Coronareserven abzukaufen. Wie es sich gehört, machte der Geheimrat einen guten Kurs und man konnte beruhigt im Hotel auflaufen.Das Groß der KCler döste bereits vor sich hin, während vom Rest der Truppe der letzte Stelzkreuzzug in die Wege geleitet wurde.Zwei Damen, die auch im Hotel einquartiert waren, erregten die Aufmerksamkeit der noch halbwegs wachen MIB Besetzung und wurden kurzerhand auf den Balkon eingeladen. Die beiden Damen (aus Mannheim wie sich herausstellte)  hatten noch einige Urlaubstage vor sich, wussten aber natürlich jetzt schon dass die Hauptattraktion, nämlich der KC MIB, bereits den Weg nach Hause antreten musste.„Schnell noch frisch machen für den Flug.“, hieß es deshalb bei manchen Kegelbrüdern, schließlich gab es in der letzten Nacht ja nichts mehr zu verlieren.>Man unterhielt sich gut, eine vorgeschlagene, gemeinsame Duschaktion entfiel dann allerdings.Die Verabredung für das nächste Mal, sollte man sich zufällig wieder auf Ratata treffen, steht natürlich.Genug gestelzt, Koffer in die Hand und ab zum Flughafen. Als die Sonne mehr und mehr das Firmament für sich beanspruchte, kam man am Aeroport del Palma an.
 
Molto und Lemgo, beide noch sehr voll und sehr müde, mussten mit aller Kraft aus dem Taxi befördert werden. Nach dieser unglaublichen Kraftanstrengung zogen sie es vor, einfach draußen weiter zu pennen. Ob an einen Pfeiler gelehnt oder auf seinem Koffer sitzend, während 10 Zentimeter weiter ein ganzer Bus voller Fahrgäste samt Gepäck ausgeladen werden musste. „Scheißegal, sollen die doch woanders aussteigen, aber nicht da wo wir zu Ruhen gedenken“ so oder ähnlich waren bestimmt die Gedanken der beiden.Dann kam es zu einem weiteren Highlight an diesem Tag. Der Weg vom Taxi bis zu unserem Check-In-Terminal betrug ca. riesige 50 Meter, welche geradeaus zu bewältigen waren. Alle Brüder waren dort, nur die beiden Schlafmützen nicht.„Wo sind Molto und Lemgo?“ - Nichts war zu sehen. Einige KC-Brüder machten sich auf den Weg die Beiden zu suchen, doch leider ist der Flughafen auf Mallotze nicht so kompakt und übersichtlich gestaltet wie z. B. der in Weeze. Untergeschoss, Obergeschoss notdürftig überflogen, aber nichts zu sehen von den beiden (für Akkustikpeilung war es leider zu laut). Einige Mitglieder des Clubs waren schon (zu Recht) etwas sauer und überlegten die Beiden zurück lassen – just in diesem Moment kamen sie seelenruhig anstolziert. Sie hatten sich noch etwas zu snacken gegönnt, aber keiner von uns wusste Bescheid. Die Wogen wurden glücklicherweise schnell wieder geglättet und so konnten wir den Weg zum Boarding fortsetzen.
Mit einigen zollfreien Kippen im Gepäck (die Raucher unter uns freuten sich ausnahmsweise mal über die Nichtraucher, die ihre Ration zollfreie Zigaretten zur Verfügung gestellt hatten) ging es zum Gateway. Dann der Schreck: Nicht nur dass die beiden Clubs vom Hinflug auch wieder mit im Flugzeug saßen, nein diesmal wollte sogar Onkel Jürgen himself mal mit uns fliegen. Jürgen Drews, der König von Mallorca. Wir dachten alle: „Hoffentlich singt der nicht im Flugzeug“. Die Damen um die 40, die in unserer Nähe saßen, dachten wohl eher: „Hoffentlich verpasst der mir auf dem Flugzeugpott den Fick meines Lebens“. Unglaublich aber wahr, eine Lady hat während des Fluges ca. alle 5 Minuten den Kopf zum Onkel gedreht, er hatte sich nämlich die „Rockerbank“ im Flugzeug gegönnt, und kurz vor der Landung wurden dann die toupierten Haare zurecht gezupft und die Lady machte sich auf den Weg zur Toilette. Einmal an Jürgen vorbeilaufen, wie geil. Was für uns eher lächerlich wirkte (also pubertierende Teens sind nichts dagegen), war für die Lady scheinbar ein „OTG – Orgasmus to go“. Als sie wieder zitternd Platz genommen hat konnte sie ihrer Freundin nur sagen wie sexy der Jürgen doch ist. Schön dass man sich noch über die einfachen Dinge im Leben freuen kann.
 
Tourfazit, die ehrliche Version:
 
Es war saugeil. Litze hat seinem Job als Präses alle Ehre gemacht. Spaß satt, super Wetter, klasse Gastmitfahrer, viel Bier, nette Mädels und immer viel zu lachen.
Es wurde genug gestelzt, aber alle sind treu geblieben.
Und Mallorca, bzw. das Mittelmeer, ist um einen Ehering reicher geworden.
Wir kommen wieder!!!
 
Tourfazit, die zu erzählende Version:
 
Es war scheiße langweilig. Selten eine so schlechte Tour gemacht. Scheiß Hotel, nur dicke Weiber, alkoholfreies Bier und schlechtes Wetter. Man konnte gar nicht stelzen und der Gastfahrer wurde auch noch auf offener Straße von der Polocia Local seines Eheringes beraubt.
Malle sieht uns nie mehr wieder!!!

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© by Ratte, Maggi & Mc Matt